In dieser Rubrik veröffentlichen wir immer mal wieder Geschichten, rund um die Erlebnisse bei uns in der Tierhilfe.

Besuch von vier Tierfreundinnen.

Es ist schon eine sehr große positive Überraschung, wenn sich vier junge Mädchen, alle 10 Jahre alt, nicht nur für den Tierschutz interessieren, sondern unsere Arbeit auch unterstützen. Tatkräftig haben sie Waffeln gebacken und diese gegen ein kleines Entgelt zu Gunsten schutzbedürftiger Tiere verkauft. Anlässlich der Übergabe der so gesammelten Spende nutzten Martha Hachmöller, Liza Griephan, Mia und Maxime Meisner die Gelegenheit Fragen über den Alltag und die Arbeit der Tierhilfe zu stellen. Das Schicksal von Fundkatzen, vor allen Dingen das der Welpen, interessierte das wissbegierige Quartett besonders. Das so erfahrene Wissen soll in einem Projekt an die Mitschüler weitergegeben werden. Die Tierhilfe war von der ernsthaften Neugier der vier Schülerinnen begeistert und verlieh ihnen die Ehrenmitgliedschaft und lud sie zum Besuch des Katzenhauses ein.

Kleiner Copin im Glück

Chopin

In Brokel wurde von einer aufmerksamen Tierfreundin ein kleiner schreiender Katzenzwerg aufgefunden. Trotzt intensiver Suche fanden sich im Umkreis weder eine Mutterkatze noch kleine Geschister. Nun war guter Rat teuer, das Kätzchen hatte wohl gerade die Augen geöffnet und was geschätzt 3 Wochen alt. Ohne intensive Betreuung, d.h. Fütterung alle 2 - 3 Stunden, hätte es nicht überlebt. Also wurde die Tierhilfe informiert und der Tierschutzapperat lief an: alle Tierheime im Umkreis wurden kontaktiert, alle persönlichen Kontakte genutzt auf der Suche nach einer Katzenamme, also einer Mutterkatze mit ähnlich alten Welpen, zunächst ohne Erfolg.

Aber dann fand sich nach vielen vergeblichen Versuche eine Tierschützerin, in deren Obhut sich gerade eine Mutterkatze mit 5 Welpen befindet. Die Mutter hat nicht ausreichend Milch, die menschliche Pflegemutter füttert zu, sie war sofort bereit einen Versuch zu wagen um den Zwerg zu retten.

Der Zwerg, mittlerweile auf Chopin getauft, wurde von Brokel nach Schwanewede gebracht - nach kurzer Zeit spielte er mit seinen neuen "Geschwistern", trinkt Aufzuchtsmilch und der Milchbart wird von seiner Adoptivmutter saubergeleckt!

Weiter so kleiner Chopin und Dank an beide Pflegemütter !

Bruno – Goliath – Lenny

Zu diesen drei Namen gehört nur ein Kater, aber einer mit einer langen Geschichte. Am 20. August d. J. bekamen wir einen Anruf von der Tierklinik in Rotenburg, dass ein Kater mit Verletzungen gebracht wurde. Er war bei Penny auf dem Parkplatz gefunden worden. Die Rute war so stark verletzt, dass die Hälfte abgenommen werden musste. Im Zuge der Operation wurde er gleich kastriert. Es wurde geschätzt, dass er im Mai 2012 geboren wurde. Eine Mitarbeiterin in der Klinik hatte sich in den Kater verliebt und hat ihn mitgenommen. Ihre Katze war jedoch mit dem Neuzugang nicht einverstanden, also wurde er wieder in die Klinik gebracht. Dort holten wir ihn ab und brachten den Kater, der den Namen Bruno bekommen hatte, in eine unserer Pflegestellen.

Jetzt war er ein „Tierhilfe-Kater“ und bekam den Namen Goliath, da wir in diesem Jahr alle Katzen mit „G“ benennen. In der Pflegestelle zeigte er sich als sehr verschmuster lieber Kater. Er wurde wieder in den Transportkorb gesteckt, damit er bei unserer Tierärztin getestet, gechipt sowie geimpft werden konnte. Zurück in der Pflegestelle gab es Probleme mit der hauseigenen Katze. Es musste eine neue Pflegestelle gefunden werden, da es bislang mit der Vermittlung nicht geklappt hatte.

Am 2. September zog Goliath, der nun wieder Bruno heißen sollte, in ein Paradies, nämlich in ein Haus mitten im Wald am Bullensee. Hier bekam er schnell Freigang und benutzte wie selbstverständlich die Katzenklappe, um selbstbestimmt seine Ausflüge zu unternehmen. Auch hier konnte er nicht bleiben, denn er war nur als Pflegetier aufgenommen worden.

Die Suche nach einem endgültigen Zuhause für den Kater ging weiter. Es vergingen noch ein paar Wochen, dann war es soweit. Seit dem 22. Oktober ist der Kater, der jetzt Lenny heißt, endlich da angekommen wo er bleiben kann. Er hat in Rotenburg ein liebevolles Zuhause bekommen.

Wir freuen uns alle, dass diese Geschichte ein gutes Ende gefunden hat. Der Kater lag uns allen am Herzen, denn er ist ein ganz besonderer. Mit seinen großen ausdrucksvollen Augen hat er uns betört. Er ist trotz seiner Odyssee sehr menschenbezogen geblieben, verschmust und anhänglich. Seine Behinderung stört ihn in keinster Weise und seine eleganten Erscheinung wird dadurch nicht gemindert.