Jahresrückblick 2018

Liebe Tierfreundinnen, liebe Tierfreunde,

der Blick heute Morgen auf den Kalender hat unmissverständlich signalisiert: das Jahr 2018 nähert sich seinem Ende. Wie jedes Jahr wollen wir kurz innehalten und einen kleinen Rückblick auf das, was uns in den vergangenen Monaten beschäftigt hat, machen. 

Wie in allen Jahren hat auch in diesem Jahr die Hilfe für verlassene, unerwünschte oder verstoßene Katzen den Großteil unserer Zeit in Anspruch genommen. Bis heute haben wir 124 Katzen unterschiedlichsten Alters und Herkunft aufgenommen. In der Geborgenheit unseres Katzenhauses oder einer unserer Pflegestellen wurden sie liebevoll versorgt. Auch den Katzen, die auf Grund ihrer Erfahrungen dem Menschen mit vorsichtiger Zurückhaltung oder gar Mistrauen begegneten, konnten in vielen Fällen ihre Scheu genommen werden. Bis auf zwölf haben wir für unsere Schützlinge ein neues Zuhause gefunden. Wir sind sicher, auch für diese bald eine bleibende Unterkunft zu finden. Zahlreiche Rückmeldungen in Wort und Bild haben uns gezeigt, dass sie ein zufriedenes Katzenleben führen und ihre Besitzer viel Freude mit ihnen haben.

            Solange wir zurückdenken können verging kein Jahr, in dem uns keine Katzenwelpen anvertraut wurden die noch nicht selbständig fressen und mit der Flasche aufgezogen werden müssen. In keinem Jahr geschah dies so früh wie 2018. Schon Anfang April wurden an einem Waldweg zehn Katzenwelpen gefunden. Sie hatten ihre Augen noch geschlossen, sie öffnen sich erst in der zweiten Woche nach der Geburt. Die kleinen Katzenkinder sind in diesem Stadium also vollkommen auf den Schutz und die Wärme ihrer Mutter angewiesen, um zu überleben brauchen sie die Muttermilch. Die schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe einer Ersatzmutter haben für die 10 kleinen vier Tierfreundinnen übernommen. Im Laufe des Jahres haben wir noch 5 weitere Welpen der Obhut von Gisela Janetzki anvertraut. Behütet von großer Fürsorge und liebevoller Pflege haben sie bei den Ersatzmüttern die ersten Wochen ihres Lebens verbracht.

Zwei hoch trächtige Mutterkatzen haben 2018 im Schutz der Tierhilfe ihren Nachwuchs zur Welt gebracht. Insgesamt waren es sieben Welpen, die bei uns das Licht der Welt erblickten.

Zwei weitere Mutterkatzen, die ihre Welpen schon zur Welt gebracht hatten, haben wir aufgenommen. Eine wurde mit ihren 5 Welpen in einem Karton auf einem Parkplatz gefunden.
              Etwas zum Schmunzeln, was auch passiert: es wird von einem besorgten Tierfreund eine hoch trächtige Katze zum Tierarzt gebracht. Dieser stellt fest, es ist ein kastrierter Kater.

Ein Thema hat uns auch in diesem Jahr begleitet: die im Landkreis Rotenburg nur geringe Einsicht der Gemeinden, die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht einzuführen. Nur Fintel, Zeven und Sottrum konnten sich dazu durchringen.  Bis heute haben wir in diesem Jahr 32 freilebende Katzen eingefangen und kastrieren lassen. 12 davon im Rahmen der Niedersächsischen Kastrationsaktionen im Frühjahr und im Herbst. Der Aufwand bei den Einfangaktionen mit der Lebendfalle ist immer sehr groß. Wie schon in der Vergangenheit müssen wir betonen, dass wir nicht wissen woran es liegt, dass dieses Thema und somit das Leid vieler Streuner hier so wenig oder gar keine Beachtung findet. Im Tierschutzgesetz unter § 13b (Text in der Fassung des Artikels 1 Drittes Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes vom 13.Juli 2013) werden die Landesregierungen / Gemeinden ermächtigt, eine Kastrationspflicht über das Tierschutzgesetz zu begründen. In den letzten Wochen gab es von einzelnen Gemeinden Absichtserklärungen sich mit diesem Thema doch ernsthaft auseinander zu setzen.

Die Anzahl der im Landkreis Rotenburg freilebenden Katzen, die täglich von Vereinsmitgliedern mit artgerechtem Futter versorgt werden, hat sich kaum geändert. Nach wie vor sind es ca. 40 Tiere, die sich tagtäglich an verschiedenen Futterstellen versammeln. Alle diese Katzen wurden zu unseren Lasten kastriert und der tägliche Futtertermin dient auch dazu, auffällige Tiere bei vermuteter Erkrankung tierärztlich versorgen zu lassen. Eine Verbreitung von Krankheiten oder gar von Seuchen wird dadurch rechtzeitig verhindert oder zumindest eingeschränkt.

Es ist uns ein besonderes Bedürfnis an dieser Stelle Danke zu sagen. Danke allen Mitgliedern die sich für unsere Sache eingesetzt haben, dies oft unter Zurückstellung persönlicher Interessen. Dies gilt gleichermaßen für die Mitglieder die unsere Schützlinge im Katzenhaus oder in den Pflegestellen liebevoll umsorgen, wie für die Mitglieder die sich Tag für Tag, oder auch Nacht für Nacht, freilebender Katzen annehmen. Alles was zu tun und zu organisieren ist, haben Mitglieder wie selbstverständlich in ihrer Freizeit getan. Danke auch den Familienmitgliedern, die das Engagement der aktiven Mitglieder unterstützen.

All denen die unsere Arbeit mit Sach-, Futter- oder Geldspenden unterstützt haben, wie auch der Redaktion des „Journals“, die uns durch Veröffentlichung des „Tier der Woche“ wöchentlich in das Bewusstsein der Leser gebracht hat, sagen wir herzlich Danke.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Stadt Rotenburg uns als einzige Gemeinde des Landkreises mit einem einmaligen kleinen finanziellen Zuschuss unterstützt hat und eine Unterstützung auch für die Zukunft zugesagt hat. Der Landkreis hat zugesagt sich mit einem Zuschuss für notwendige Anschaffungen zu beteiligen. Wir betonen hier: wir finanzieren uns ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Schutzgebühren. Unser größtes Kapital ist jedoch die ehrenamtliche Arbeit unserer Mitglieder.

Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen, uns um das Wohl von Tieren zu kümmern.

Nun wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche und harmonische Adventszeit und ein ebensolches Weihnachtsfest. Wir hoffen auch in diesem Jahr, dass Ihre Tiere den Stress der Silvesternacht unbeschadet überstehen und wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2019 mit vielen glücklichen Momenten.

Unsere Hauptversammlung wird am 16. März 2019, bei Kaffee und Kuchen im Mehrgenerationenhaus in Waffensen, stattfinden. Eine detaillierte Einladung erhalten Sie im Februar. Bitte halten Sie sich diesen Termin frei, denn zahlreiches Erscheinen sichert einen interessanten Gedankenaustausch.

Mit herzlichen Grüßen

Gerhard Gollon                            Ingrid Hagelberg

                                                      Vorsitzender                                                                   Schriftführerin

Gott erschuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat.

Victor Hugo