Jahresrückblick 2020

Liebe Tierfreundinnen, liebe Tierfreunde,

das Jahr 2020 sollte eigentlich eins, wie alle davor werden. Doch leider hat ein bis dahin unbekannter Virus vieles geändert und so manches durcheinander gebracht. Dennoch oder gerade deswegen möchten wir einen Blick zurück auf dies besondere Jahr werfen.
    So musste die für März geplante Mitgliederversammlung auf den August verschoben werden. Erst dann konnten wir uns unter Einhaltung der dann geltenden Abstands- und Hygieneregeln treffen.
    Diese Regeln bestimmten das ganze Jahr unser Handeln. So mussten die Begegnungen mit Interessenten und Besuche im Katzenhaus oder einer Pflegestelle gut geplant werden.
    In unserem Katzenhaus und den Pflegestellen haben bis heute 79 Katzen Unterschlupf gefunden. Das entspricht etwa der Anzahl der in den letzten 14 Jahren von uns im Durchschnitt aufgenommenen Artgenossen. Ihre, uns meist unbekannten Schicksale sind genau so verschieden wie ihr Fellkleid und ihr Character. 14 Katzen erlebten den Jahreswechsel in unserer Obhut. Heute befinden sich noch 10 unserer Schützlinge bei uns und warten auf ein neues Zuhause.
    Sieben hochträchtige Mutterkatzen fanden Zuflucht in unseren Pflegestellen. Dort brachten sie 20 Welpen zur Welt. Dort verbrachten sie die ersten Wochen und genossen die Geborgenheit.
    Auch in diesem Jahr haben wir wieder verwaiste Katzenbabys in der Obhut von Pflegestellen mit der Flasche aufgezogen.
    In den letzten Monaten haben wir, wie auch schon in den Jahren davor, für die Einführung einer Kastrationspflicht für Katzen, die nicht im Haus gehalten werden, geworben. Leider ohne sichtbaren Erfolg. In einigen Gemeinden wird dieses Thema diskutiert und wir hoffen, dass dort die Vernunft die Oberhand bekommt. So bleibt es im Landkreis bei den Gemeinden Fintel, Rotenburg, Sottrum und Zeven in denen es eine entsprechende Verordnung gibt.
    Die in diesem November vom Land Niedersachsen zusammen mit den Tierschutzorganisationen durchgeführte Kastrationsaktion hat gezeigt, dass der Erlass einer entsprechenden Verordnung unumgänglich ist. Mit unserer organisatorischen und aktiven Unterstützung wurden 83 Katzen kastriert. Schon nach knapp 14 Tagen waren die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel aufgebraucht.
    Praktisch unverändert ist die Anzahl der im Landkreis Rotenburg freilebenden Katzen, die täglich von Vereinsmitgliedern mit artgerechtem Futter versorgt werden. Nach wie vor sind es ca. 40 Tiere, die sich tagtäglich an verschiedenen Futterstellen versammeln. Alle haben wir kastrieren lassen und die tägliche Fütterung dient auch dazu, auffällige Tiere bei vermuteter Erkrankung tierärztlich versorgen zu lassen. Eine Verbreitung von Krankheiten oder gar von Seuchen wird dadurch rechtzeitig verhindert oder zumindest eingeschränkt.
    Allen Mitgliedern, die sich vorbehaltlos in den Dienst unserer Sache gestellt haben, gehört unser Dank. Dies gilt gleichermaßen für die Mitglieder, die unsere Schützlinge im Katzenhaus oder in den Pflegestellen liebevoll umsorgen, wie für die Mitglieder die sich Tag für Tag, oder auch Nacht für Nacht, freilebender Katzen annehmen. Alles was zu tun und zu organisieren ist, haben Mitglieder wie selbstverständlich in ihrer Freizeit getan. Oft blieben die persönlichen Interessen auf der Strecke. So gilt auch den Familienmitgliedern, die für das Engagement der aktiven Mitglieder großes Verständnis aufbringen, unser herzlicher Dank.
   Auch in diesem Jahr sei der Hinweis erlaubt, dass wir immer dringend aktive Hilfe bei den täglichen Aufgaben brauchen. Auch brauchen wir mehr Pflegestellen für Katzen, die wir aus den unterschiedlichsten Gründen nicht im Katzenhaus unterbringen können. Gerne klären wir in einem persönlichen Gespräch wie sie uns unterstützen können.
    Unsere finanzielle Basis stützt sich nach wie vor auf die Mitgliedsbeiträge, die Schutzgebühren und Spenden. Die Spenden erhalten wir zum großen Glück regelmäßig, vorwiegend von Mitgliedern und einigen uns zugetanen Tierfreunden. Wir sind sehr glücklich, dass die Spendenbereitschaft trotz der für viele schwierigen Zeit, nicht nachgelassen hat. Unser größtes Kapital ist jedoch die ehrenamtliche Arbeit unserer Mitglieder.
    Eine bedauerliche Folge der Pandemie ist, dass das Journal der Kreiszeitung nicht mehr erscheint. Das heißt das dort wöchentlich veröffentliche „Tier der Woche“ fehlt uns für die Vorstellung unserer Katzen, für die wir ein neues Zuhause suchen. Dankenswerter Weise hat die Redaktion der Rundschau uns zugesagt im Rahmen ihrer Möglichkeiten in die Bresche zu springen.
    Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen, uns um das Wohl von Tieren zu kümmern.
    Nun wünschen wir Ihnen und Ihren Familien trotz allen Unsicherheiten und Schwierigkeiten eine besinnliche und harmonische Vorweihnachtszeit und ein ebensolches Weihnachtsfest. Wir hoffen für uns und unsere Tiere auf eine ruhige Silvesternacht und wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2021 mit vielen glücklichen Momenten.
   
Wann wir uns bei unserer Hauptversammlung im nächsten Jahr wiedersehen, steht in den Sternen. Wir wünschen allen, dass sie die Zeit bis dahin und darüber hinaus gesund bleiben.

Mit herzlichen Grüßen

Gerhard Gollon                              Ingrid Hagelberg

    Vorsitzender                                                      Schriftführerin

 

Ob eine schwarze Katze Unglück bringt oder nicht, hängt davon ab,
ob man ein Mensch ist, oder eine Maus.
Max O'Rell